Stadt und Umgebung

Stadt Loket

Burg und Stadt Loket/Elbogen im Egertal ist ein Kleinod vom 12. Jahrhundert, die meistbesuchte Sehenswürdigkeit in der Karlsbader Region. Diese romanisch-gotische Festung gehört mit ihrem Ausmaß zu den größten erhaltenen Burgen im Mitteleuropa, mitsamt den die Stadt über dem Fluss Eger umringenden Stadtmauern. Die Stadtbebauung unter der Burg stammt von der gotischen Zeit, aber auch Barock und Reneissance. Ganze Stadt unterlegt dem Denkmalschutz.

Loket bietet seinen Besuchern nicht nur Erholungsmöglichkeiten in gemütlichen Gaststätten und Cafés an, sondern auch Besuche von interessanten Museen – Kurbecher-, Brauerei-, Geheimbünde-, Kunstbuchbindermuseum und Die Welt vom Gestern-Museum.

Stadt Loket

Sporttouristen können kürzere und auch längere Spaziergänge und Ausflüge auf Aussichtswegen um die Stadt, Radspazierfahrten, Paddelboot- oder Kanufahrten in die nahe Umgebung unternehmen. Durch die Stadt führt der Radfahrweg der Karlsbader Region. Jedes Jahr kommen im Sommer auch Motorräderliebhaber, um an einer großartigen Sportgelegenheit teilzunehmen – Weltmeisterschaft im Moto-Cross.

In Sommermonaten finden im Loketer Freilichttheater, auf dem Stadtplatz und auch in der Burg viele Konzerte und Theatervorstellungen statt.

Herzlich willkommen in Loket!


Vergessen Sie auch nicht zu besuchen

Hl.-Wenzels-Kirche

Der Umbau von der ursprünglichen ausgebrannten Hl.-Wenzels-Kirche erfolgte im spätgotischen Stil bei der Schlick-Herrschaft, er wurde im Jahre 1476 beendet. Heutige barocksche Gestalt bekam die Kirche im Jahre 1734. Den Bau entwarf Wolfgang Braunbock, Schüler von Christoph Dientzenhofer, es beendete ihn sein Sohn Johann Andreas. Das Altarbild - Tod des Hl. Wenzel, ein Werk von Peter Brandl, wurde unempfindlich im Jahre 1875 übermalt. Ein wertes Denkmal ist spätgotische Madonna mit Jesus-Kind vom Jahre 1476 vom Meister Ludwig aus Cheb/Eger, die vom Brand vor dem barockschen Umbau verschont geblieben ist.

Stadtrathaus

Den Bau vom Loketer Rathaus nahm Abraham Leuthner nach Bestellung der Stadträter am 30. Juni 1682 auf, der Bau wurde im Jahre 1696 beendet. Unter dem Hauptsims über dem Eingang wurde ein Steinstadtwappen vom ursprünglichen, im 17. Jahrhundert schon verwahrlosten Rathausgebäude eingesetzt. An diesem Wappen sehen wir gepanzerte Ritterhand mit einem Schwert - dem Königsstadtsymbol - und den böhmischen Löwen mit symbolischem Schlüssel zum Böhmischen Königtum. Im Rathausgeschoss sind frühbarocksche Gewölbe erhalten geblieben. Fenster sind mit Gittern vom Jahre 1686 von J. J. Schuhmann, Loketer Schlosser, geschmückt.

Dreifaltigkeitssäule

Im Jahre 1717, drei Jahre nach der Pestseuche, entstand ein Dreifaltigkeitssäuleentwurf für den Elbogener Stadtplatz vom Egerer Bildhauer Johann Karl Stilp. Auch berühmter Bildhauer Oswald Wenda aus Luditz nahm an Arbeitenbewertungen der Werke vom Steinmetzmeister Martin Lambach und seinem Sohn Sebastian Anton teil. Die Säule stellt die hl. Dreifaltigkeit, drei Erzengel und sechs Heiligenstatuen (Schutzpatrone der Stadt) dar - hl. Wenzel, Hl. Florian, hl. Johann den Täufer, hl. Johann von Nepomuk, hl. Sebastian und hl. Immaculata. Mit der Goldschrift sind von drei Seiten Gebete und das Jahr 1719 geschrieben, wann die Säule aufgerichtet worden ist.

Schwarzer Turm und Robitscher Turm

Diese Türme wurden Stadtbefestigungbestandteil am Anfang des 14. Jahrhunderts, sie wurden erst zu der Zeit von Wenzel IV. fertig gebaut. Ganzer Befestigungsring wurde erst am Anfang vom 15. Jahrhundert vollendet. Beide Türme haben einen Quadratgrundriss. Robitscher Turm im südwestlichen Befestigungsteil am Flussabstieg ist um einen Meter enger als sog. Schwarzer Turm, auch Prager Turm genannt. Der lag ans Hauptstadttor an, damals an einzigen Zutritt in die Stadt und stand in Zusammenhang mit dem Seiteneingang in die Burg.

Statue von Johann Wolfgang von Goethe

Autor der Statue vom Dichter Johann Wolfgang von Goethe war akademischer Bildhauer Willibald Russ aus Schönfeld. Die Statue wurde im Jahre 1932 zum 100. Jahrestag der Dichtersgeburt aufgerichtet. Loketer Bürger legten für ihre Bezahlung Geld. Die Statue aus bayrischem Sandstein in Überlebensgröße ist im kleinen Park an der einstigen Stadteinfahrt geplatzt.

Stadtbefestigung

Ursprüngliche Stadtbefestigung entstand schon zu der Regierungszeit von Přemysl Otakar II. Befestigungen erreichten Breite von einem bis zwei Meter und wurden mit halbzylindrischen Türmen befestigt. In diesen Basteien - Befestigungsbestandteilen, sind bis heute Schießcharten erhalten geblieben. Zur Stadtbefestigung gehörte auch eine Rüstkammer, ein zum Innenstadttor anliegendes Haus. Die Befestigung ließ später Johann von Luxemburg und nach ihm auch Wenzel IV. erneuern. Unter Stadtbefestigungen übten ihre Handwerke Schmiede, Gerber, Färber und Weber aus, die für ihre Arbeit Flusszutritt brauchten.

Loketer Aussichtsspaziergänge

Rund um die Stadt gibt es Spaziergänge für weniger und auch mehr sportliche Touristen.

Kürzere Rundspaziergänge führen um die Stadt immer am Fluss - durch das Freilichttheater, durch den Kolowrat-Felsen über dem Fluss, über kleine schaukelnde Hängebrücke, durch die Gartenstraße, auf dem Radweg unter der Burg. Aussichten sind von allen Seiten wunderschön!

Längere Spaziergänge führen auf Waldpfäden über der Stadt, woher Sie aus Lauben herrliche Aussichten auf die Stadt und Burg haben. Links von Bushaltestellen kommen Sie zur Goethe-Aussicht, nächste heißt Schwarzenberg-Aussicht und weitere folgt noch. Dann gehen Sie runter zur Straße, die überqueren Sie, und dann steigen Sie zurück in die Stadt auf. Sie brauchen etwa eine Stunde dafür.


Ausflüge in die Umgebung

Hans-Heiling-Felsen

Für mehr anspruchsvolle Touristen, ob Fußgänger, Radfahrer oder Paddler, passt gut ein Ausflug durch das Naturschutzgebiet zu Hans-Heiling-Felsen. Für Autos ist die Einfahrt vom Campingplatz aus verboten. Sie gehen immer am Flussstrom, den Sie etwa sechs Kilometer an ihrer rechten Hand haben. Zum Schluß gehen Sie die in ziemlicher Höhe Eger-Hängebrücke über und in einer Waldgaststätte erfrischen Sie sich, und zwar nicht nur mit leckeren Getränken und Gerichten, sondern auch durch einen Blick auf einen mit Legenden umwitterten versteinerten Hans-Heiling-Hochzeitszug. Dann führt der Weg entweder nach Karlsbad-Eich weiter, oder Sie gehen gleichen Weg zurück nach Loket/Elbogen, wohin auch der von der Eger-Fee verfluchteter Hans Heiling ging.

Karlovy Vary/Karlsbad

Karlsbad ist die größte böhmische Kurstadt mit mehr als 600-jähriger Kurtradition, von Loket ist sie ca 10 km entfernt. Sie wurde gegen 1350 von Karl IV. gegründet. Die Seltenheit von Karlsbad sind heiße Heilquellen. Die Stadtarchitektur ist einzigartig - in Stilen Barock, Klassizismus, Jugendstil. Karlsbader Traditionen sind Kurwesen, Moser-Glasproduktion, Thun-Porzellan, Becherovka-Likör, Mattoni-Mineralwasser und viel Anderes.

Bečov/Petschau an der Tepl

Petschau, von Loket etwa 20 km entfernt, ist ein Burg- und Schlossstädtchen. Burg Petschau wurde im 13. Jahrhundert gegründet. Den größten Aufschwung erfuhr Petschau an der Wende von 15. und 16. Jahrhunderten bei Pflugks von Rabenstein. Das Schloss ist im Stil Barock, Renaissance und im romantisierenden Stil erbaut. Das reizvollste Exponat für Touristen in Petschau ist der Reliquienschrein des Heiligen Maurus, aber auch Schlossinterieure und Gartenterassen.

Stift Teplá/Tepl

Stift Tepl, von Loket 40 km entfernt, wurde im Jahre 1193 vom böhmischen Gaugrafen Hroznata gegründet. Es ist eine Abtei des Ordens der Prämonstratenser. Der werteste Bau ist hier die romanisch-gotische Mariä Verkündung-Klosterkirche. In 17. und 18. Jahrhunderten erbaute Christoph Dientzenhofer den Klostersüdflügel im Stil Barock. Im Jahre 1990 wurde das Kloster dem Prämonstratenserorden zurückgegeben, es wurde renoviert und es finden hier Führungen für Touristen, Konzerte, Gottesdienste statt.

Kynžvart/Königswart

Schloss Königswart, der Sommersitz vom österreichischen Staatskanzler Grafen C. L. W. Metternich, ist von Loket 36 km entfernt. Graf Metternich ließ das ursprüngliche Schloss im Stil Klassizismus in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts umbauen. Die Schlossbibliothek in Königswart enthält unikale Handschriftenkollektionen, Wiegendrucke und alte Bücher. Sehr interessant sind die Kuriositätensammlung vom Grafen Metternich und Handschriften vom Henker Karl Huss, der beim Grafen seit dem Jahre 1827 als Sammlungenverwalter beschäftigt wurde.

Kladská/Glatzen

Das Naturreservat Kladská/Glatzen ist von Burg Loket 30 km entfernt. Es ist ein Bestandteil von Slavkovský les/Kaiserwald. Dieses Naturreservat ist seit dem Jahre 1933 geschützt. Es liegt in der Höhe 850 m über MSL. Touristen können hier auf Lehrpfäden spazieren, hiesige Flora weist gleiche Pflanzenarten auf, wie sie in Sibirien - in Taiga auftreten. Das Jägerschloss in Glatzen im Tiroler Stil ist mit Holzschnitzerei gechmückt. Der ursprüngliche Schlossbesitzer war Fürst Schönburg-Waldenburg. Sie können hier auch eine Gaststätte im Jägerstil besuchen.

SOOS

Staatliches Naturschutzgebiet, nicht weit von Františkovy Lázně/Franzensbad, ist in 42 km von Loket entfernt. Es wurde als Naturschutzgebiet im Jahre 1964 auf der Gesamtfläche von 221 ha verkündigt. Dank diesem Gebiet entstanden alle westböhmischen Kurorte. Im Soos-Gebiet erweist sich abklingende Nacheruptionstätigkeit in der Form des Hervorsprudelns der Mineralwässer und Gase. Es gibt hier ausgedehnte Torflager und viele Mofetten, die oft als "Sumpfvulkane" bezeichnet werden. Die ergiebigste und sehr wohlschmeckende ist die Kaiserquelle. Der Lehrpfad führt uns über die Sulfaten- und Glaubersalzsedimente, es wachsen hier viele geschützte und bedrohte Pflanzen, sogar auch der fleischfressender Sonnentau. Man empfiehlt den Besuch vom hiesigen Museum.