Hrad Loket

Folterkammer und Rotunde

Folterkammer

Die Folterkammer war eine Weise im Mittelalter, wie man vom Beschuldigten ein Geständnis bekam. Es hatte mehrere Stufen, zu den leichtesten gehörte die Einschüchterung durch Worte (territio verbalis), zu den furchtbarsten dann das Foltern mit Hilfe von Folterinstrumenten. Viele Folterweisen werden ausdrucksvoll im Buch Malleus Maleficarum, genannt auch Hexenhammer, beschrieben – das Buch wurde von der katholischen Inquisition herausgegeben.

Bewegliche Figuren in der Lebensgröße führen einige Folterweisen vor, sie werden von nervenzerreißenden Schmerzensschreien von einer Tonaufnahme untermalt.

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Rotunde

Die Burgrotunde (capella castri) ist gegen das Ende des 12. Jhs. als selbständiger Bau im nordöstlichen Teil der ursprünglichen Burgstätte entstanden. Bis 1966 – wann sie entdeckt wurde – wurde sie im Körper der Wendeltreppe des nördlichen Palastes versteckt. Sie ist mit ihrem Innendurchschnitt nur 3,6 m breit.